Der Kampf mit mir selbst

Die Deckung sinken lassen. Unsicherheiten und Bequemlichkeiten sollen weggleiten, mich nicht mehr leiten, nicht mehr begleiten. „Dieses Versteckspiel muss aufhören.“ Das sage ich mir jedes Mal, sobald ich merke, dass ich mein Herz verschließe. Keinen Kummer mehr gießen lasse. Verletzungen keinen Platz mehr gewähre, mich ja nicht verwundbar mache, denn ich hasse dieses Gefühl. Verletzt zu sein, das geht tief in das Herz hinein. Tausend Stiche, die bei jedem Gedanken aufs neue hineintreffen. Hinein in den Mittelpunkt meines Herzens. Der Ort, in dem mein Wesen an Gestalt gewinnt, Freude, Kreativität und die Quelle meines Lebens beginnt. Aber genau dieses Versteckspiel hindert die aktive Bewegung meiner Schönheit. Sie lässt die Entfaltung meiner Schönheit nicht zu. Meine Gedanken kommen somit nicht zu Ruh. Und so baue ich eine Mauer, innerlich für mich. Doch genau dort, hinter dieser Mauer steckt eine wunderschöne Frau, deren Schönheit die Welt braucht. Eine Schönheit, die lebendig werden möchte. Sie möchte gesehen, gespürt und entdeckt werden. Doch, um diese Schönheit lebendig werden zu lassen, muss ich loslassen. Weg von den Unsicherheiten, weg von dem Schutz der Mauer und hin zum riskanten Labyrinth: Mich verwundbar machen. Neue Wege gehen, diese werde ich nicht immer verstehen. Aber das ist Ok, denn nicht alles kann begründet werden. Manchmal reicht es auch einfach Gott zu vertrauen! Keine eigene Mauer mehr um sich zu bauen, sondern diesen Kampf Gott zu überlassen. Denn im Inneren weiß ich, dass Gott für seine Prinzessin immer kämpfen wird. Im Inneren weiß ich, dass Gott mich wertschätzt und ich ihm genüge! Also hinzufüge ich nichts anderes als ein friedvolles Herz. Ich möchte Gott in allem vertrauen, auch wenn es nicht einfach ist! Denn wahre Schönheit heißt auch Leidensbereitschaft, sich seelisch nackt zu zeigen und Herzenspuren zu verbreiten. So gehe ich diesen Kampf ein, der wohl schwierigste aber auch beste Kampf, den ich je führen werde: Der Kampf mit mir selbst.

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Petra

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